Social Trading Grundlagen

Social Trading auf Aktien

bull bear

Das Internet hat unser Leben nachhaltig verändert. Davon bleibt kaum ein Bereich unberührt. Auch bei der Aktienanlage haben die digitalen Technologien ganz neue Formen hervorgebracht. Dies treibt zuweilen seltsame Blüten, wie etwa dem computerisierten Hochgeschwindigkeitshandel im Millisekunden-Takt, der immer wieder in die Kritik gerät. Aber daneben hat das Internet auch eine völlig neue Form der Geldanlage hervorgebracht, die gerade für kleine Privatanleger viele Vorteile bringt: Das Social Trading.

Vorteile von Social Trading von Aktien

Nicht jeder der vom Aktienhandel profitieren möchte, kann auch Zeit und Energie in die Auswahl eines Portfolios stecken, die Märkte beobachten und verschiedene Strategien studieren und umsetzen. Wer dazu keine Zeit oder Lust hat, konnte früher entweder einen Bankberater aufsuchen, oder in einen der großen gemanagten Fonds investieren. In jedem Fall gibt der Anleger hier das Schicksal seines Vermögens in die Hände anderer und in der Vergangenheit hat sich oft genug gezeigt, dass jeder noch so gut ausgebildete Bankberater auch mal daneben liegen kann. Dann sind Verluste vorprogrammiert. Auch die großen gemanagten Aktienfonds zeigen meist keine bessere Performance, als wenn man stattdessen direkt in den Vergleichsindex investiert hätte. Dies erklärt die verständliche Skepsis vieler Kleinanleger, ihr hart verdientes Vermögen einer dieser klassischen Institutionen anzuvertrauen.


Und vielleicht erklärt das auch den großen Erfolg einer alternativen Herangehensweise: Mit Social Trading vernetzen sich die kleinen Privatanleger untereinander. Kein Bankberater oder Fonds-manager trifft die Entscheidung, sondern die Community selbst.

Social Trading erklärt

Es handelt sich beim Social Trading um eine Verbindung aus Börsenzugang und sozialem Netzwerk. Die Kauf- und Verkaufsentscheidungen einzelner Trader werden innerhalb eines Social Media-Dienstes veröffentlicht und sind von der Community einsehbar. So kann man auch sehen, wer erfolgreich handelt und wer nicht. Und um die Erfolgreichen scharen sich alsbald Gruppen von Followern, die deren Handelsentscheidungen einfach nachhandeln. Das ist erwünscht und Teil des Konzepts. Daher dauerte es nicht lange, bis die ersten Plattformen entstanden, die dieses Nachfolgen und Nachhandeln automatisch auf Knopfdruck ermöglichten. Ayondo oder etoro sind Beispiele hierfür.

Social Trading von Aktien erklärt

Gerade bei Aktien ist die Auswahl an möglichen Handelsinstrumenten unüberschaubar groß. Viele beschränken sich daher nur auf einen Markt oder ein bestimmtes Marktsegment, handeln etwa nur  DAX-Werte oder zum Beispiel ausschließlich Technologieaktien. Ein solches Vorgehen ist vernünftig, da man so ein tiefes Marktwissen über das jeweilige Segment erwirbt, aber es bedeutet auf der anderen Seite, dass viele Chancen ignoriert werden. Denn eine alte Börsenweisheit sagt, dass die besten Aktien immer dort liegen, wo man gerade nicht hinschaut. Aber wenn vier Augen mehr sehen als zwei, wie viel sehen dann erst einige Hunderttausende? Dies ist die große Chance beim Social Trading: Durch die große Anzahl an Tradern, die den Markt beobachten, kann der einzelne Anleger sein Spektrum wesentlich erweitern. Der rege Informationsaustausch sorgt dafür, dass Chancen wenn sie entstehen sofort kommuniziert werden. Wer also einen Lieblingsmarkt hat oder in einer bestimmten Branche Experte ist, kann dieses Wissen im Social Trading zur Verfügung stellen und in den Netzwerken über Chancen in diesen Märkten berichten. Im Gegenzug findet man dort dann Hinweise auf Trading-Gelegenheiten in anderen Segmenten, so dass insgesamt alle davon profitieren und die Palette der eigenen Handelsmöglichkeiten deutlich erweitern können.


Um beim Aktienhandel von den Vorteilen des Social Tradings zu profitieren, gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten:


1.)    Die Tipps aus einem sozialen Netzwerk im eigenen Handel umsetzen
In diesem Fall sind Plattformen wie Sharewise oder Foren wie Wallstreet-online oder aktienboard.com die geeigneten Mittel. Hier werden einzelne Aktien und Strategien besprochen und Analysen veröffentlicht. Sharewise erlaubt darüber hinaus durch sein Ranking-System noch eine transparente Einschätzung der Marktkompetenz und Trefferquote bei den einzelnen Aktienbewertungen. Auch kann man hier sehr leicht die Einschätzung der gesamten Community zu jeder Aktie einsehen und sich damit die sogenannte Schwarmintelligenz zunutze machen. Dieses beruht darauf, dass der Mittelwert über eine große Anzahl an Einschätzungen meistens eine bessere Schätzung liefert, als die Meinung von Einzelnen.


2.)    Mit einem Follower-Depot automatisch nach Signalgebern handeln
Hier wäre ein Konto bei ayondo oder etoro die richtige Wahl. Beide Anbieter haben recht geringe Mindesteinlagen, so dass vorsichtige Anleger das Angebot zunächst mal mit geringem Risiko ausprobieren können. Im Vorgehen ähneln sich beide: Zunächst muss unter den Signalanbietern eine Auswahl getroffen werden. Dazu stehen umfangreiche Such- und Filterkriterien zur Verfügung, mit denen die signalanbietenden Trader nach wichtigen Parametern wie Drawdown, Rendite und gehandelten Märkten sondiert werden können. Nachdem die Entscheidung getroffen ist, welchen Tradern man folgen möchte, landen deren Gewinne oder natürlich auch Verluste vollautomatisch auf dem eigenen Konto.

Social Trading bietet neue Chancen für den Aktienhandel

Vom Social Trading beim Aktienhandel können Privatanleger in vieler Weise profitieren. Die Nutzung von Social Trading Plattformen bietet sich an für Anleger, die sich nicht täglich ausführlich mit den Märkten beschäftigen möchten. Auch für Trader, die auf gewisse Märkte spezialisiert sind und sich dabei auch Chancen aus anderen Marktsegmenten nicht entgehen lassen wollen, ziehen aus Social Trading ihren Vorteil.  Die Social Trading Plattformen haben damit die Zugangshürden zu den Finanzmärkten für Privatanleger noch weiter gesenkt und es bleibt zu hoffen, dass in Zukunft noch mehr Menschen die Chancen nutzen werden, die die internationalen Aktienmärkte tagtäglich bieten.

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